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Einblicke

Bot von Ingstetta:

Der alte Blum war mit seinem großen, von einem Pferd gezogenen Leiterwagen hier unterwegs, um bei den Bauern ihre Erzeugnisse einzukaufen und diese in Ulm feilzubieten. Von dort brachte er den Dorfbewohnern Stoffe, Gebetbücher und andere Gebrauchsgüter mit. Zu jener Zeit wurde die Butter als große Kugeln verkauft und manch schlauer Bauer ersetzte die innere Butter durch eine Runkelrübe. Doch der Bot wußte sich zu helfen: mit einer langen Hutnadel durchstach er die Butterkugeln und sah so, ob er auch wirklich erhielt, für was er bezahlte. Als er hier im Gasthaus Rast machte, bat man ihn, beim Umladen von Balken zu helfen. Dabei trat sein Bruch hervor und man schickte eilends nach einem Arzt. Doch bis dieser aus Weißenhorn nach Roggenburg kam, war der Händler bereits verstorben. Zur Erinnerung wurde dann das Bild des "Bot von Ingstetta" am Westgiebel angebracht.

Kurioses und Interessantes:

Der eigentliche Haupteingang befand sich im Süden. Ebenso die Wirtsstube. Beim Schloßumbau 1911 wurde die "übrige" Tür dann ins Gasthaus eingesetzt. Der letzte "grosse Umbau" war 1956: Die Treppe wurde versetzt; im Obergeschoss wurde die Mittelwand entfernt um einen großen Saal zu erhalten, dabei verzog sich der Dachstuhl: Sie sehen ganz deutlich die Wandwölbung. Beim Ausgraben in der alten Küche (1999) fanden wir eine Münze mit Bischöflichem Wappen von 1741.

Schauen Sie mal das Süd-Ost-Eck an: Die Dachrinne ist genau senkrecht!
Die Wand dagegen ...